Heute früh blinzelte die Sonne ins Zelt und ich bin erstmal im Meer schwimmen gewesen. Es war ganz schön frisch drinnen und draußen!
Beim Frühstück wurden wir noch von einer Wohnwagen-Camperin bedauert, das wir im Zelt bestimmt frieren müssen und es ja Nachts so feucht werden würde. Nein, wir frieren nicht weil wir gute Schlafsäcke haben und es ist sehr feucht draußen in der Nacht, aber die Feuchtigkeit lassen wir ja nicht ins Zelt. Also keine Sorge! Wir machen bloß die Schlafsäcke inzwischen richtig zu.
Nach dem Frühstück musste ich Micha erstmal fast gewaltsam daran hindern das Zelt wieder abzubauen. Er hat sich so daran gewöhnt das jeden Tag zu machen ... ;-)
Bei schönem Sonnenschein und ohne unser Gepäck machten wir uns dann auf zu unserem letzten Streckenabschnitt, knapp 26 Kilometer nach Skagen bzw. knapp 30 Kilometer nach Grenen, der Nordspitze. Wie herrlich leicht mal ohne Gepäck, aber keine Sorge, dafür mussten wir natürlich hin und zurück.
Es ging auf einer wenig befahrenen Straße mitten durch weite Dünenlandschaft und kleine Wälder. Von weitem sahen wir eine weitere Wanderdüne, die Rabjerg Mile die auch schon fur Wüstenszenen bei Filmdrehs verwendet wurde. Aber so richtig dicht kamen wir der Düne dieses Mal nicht.
Kurz vor Skagen vereinen sich die Nordseedünen mit den Ostseedünen. Überall mit Strandhafer, Dünengras und Heidekraut bewachsene Dünen bis zum Meer. Ein sehr schöner Anblick!
Schließlich fuhren wir durch Skagen durch zur nördlichsten Spitze Dänemarks. Dann kam das letzte Hinweisschild für unsere Westküstenroute und dann war die Tour einfach vorbei. Wir hatten ja nicht gerade eine Blaskapelle erwartet, aber dachten es würde wenigstens einen Hinweis geben das hier die Route endet. Nix!
Heute blies der Wind kräftig von der Ostsee-Seite und die Ostsee wirkte ziemlich rauh, während die Nordsee recht friedlich wirkte. Aber wo die beiden Meere aufeinander stoßen ist natürlich immer das Wasser sehr aufgewühlt und klatscht aufeinander.
In der Nordsee paddelte ein Seehund und beobachtete die ganzen Menschen. :-)
Nach dem offiziellen Ende unserer Tour fuhren wir erstmal wieder nach Skagen zurück und feierten lecker mit frischen Krabben. Skagen ist ein wirklich netter Ort mit einem schönen Hafen, netten Geschäften und vielen Restaurants und Cafés. Ein Café steuerten wir auch noch an.
Dann machten wir uns auf den Rückweg. Inzwischen hatte sich eine dicke Wolkendecke über uns gebildet und wir bemerkten viele Pfützen, aber wir kamen trocken zurück.
Unterwegs haben wir uns noch eine versunkene Kirche angesehen. Auf den ersten Blick sah sie gar nicht so spektakulär aus. Ein kleiner Kirchturm der aus dem Sand ragte. Es war aber mal die größte Kirche der Gegend und es gab auch nicht nur einen Kirchturm sondern auch noch die Kirche selbst und einen Friedhof. So ähnlich wie bei dem Leuchtturm bei der Wanderdüne wo auch noch zwei ganze Häuser dabei gestanden hatten von denen nichts mehr zu sehen war. Das hatten wir erst später auf einer Karte entdeckt.
Beim Campingplatz haben wir uns dann noch Pfifferlinge zubereitet. Ein netter Camper hatte sie gesammelt und nicht alle verbrauchen können. Er hat sie verschenkt. Die sind hier alle fleißig am Pilze sammeln!
Morgen wollen wir uns einen ruhigen Tag hier auf dem Platz und am Strand gönnen. Vielleicht gehen wir auch im Wald spazieren, aber ich werde morgen mit Sicherheit NICHT Fahrrad fahren! :-)
Aber noch sind wir nicht zu Hause und wir haben auch noch eine gute Woche Urlaub. Also werde ich weiter über unsere Erlebnisse berichten!
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