Mittwoch, 2. September 2015

Dänennester und gefährliche Mulden

Letzte Nacht hat es noch viel geregnet und wir waren sehr glücklich über unsere Hüttenübernachtung. Heute morgen war unser ganzer Kram wieder trocken und wir konnten gut in den neuen Tag starten. Außerdem schien die Sonne!  :-)
Zunächst ging es nach Grønne Strandklit eine recht kurvige Straße um viele schöne Sommerhäuser herum. Dann ging es Richtung Tornby teilweise stark bergauf und bergab. Manchmal kam ich mir nach einer heftigen Steigung vor wie Libellchen aus dem Zeichentrickfilm von Bernhard und Bianca. Schnauf, schnauf :-)
Zwischendurch fing es immer mal wieder an zu regnen,  hörte aber meist auf wenn wir brav unsere Regenjacken anzogen.
Unterwegs kamen uns in kurzem Abstand voneinander mehrere Grüppchen Dänen auf Fahrrädern entgegen die alle quitschbunte Regenjacken oder -ponchos trugen,  die aber aussahen wie dünne bunte Plastiktüten. Micha und ich waren etwas albern und scherzten "da müsse wohl ein Dänennest mit bunten Tüten sein". Wir wollten auch so eine bunte Jacke!
Außerdem waren wir ganz gespannt auf eine Stelle kurz vor Tornby Strand wo in unserem Plan ein Achtung-Symbol verzeichnet war. Dort sollte in einer plötzlich starken Senke auch noch eine Richtungsänderung mit losem Geröll kommen. So eine extra markierte Stelle hatten wir noch nie!
Micha tat dauernd so als ob er sich nicht um die nächste Ecke traut. Irgendwann hatten wir schon den Eindruck wir wären an der Stelle vorbei. Vermutlich waren so viele in der Senke stecken geblieben das es inzwischen schon ein Berg war?  ;-)
Und dann kam die Gefahrenstelle. Mitten im Wald stand tatsächlich auch ein Verkehrszeichen mit dem Hinweis Kurve und Geröll. Es ging steil bergab,  unten war der Sandweg mit etwas Schotter und dann gab es eine relativ scharfe Rechtskurve mit deftiger Steigung.  Schnauf, schnauf.
Die Stelle war schon zu recht markiert. Wären wir nicht vorher deutlich darauf hingewiesen worden hätten wir wirklich noch für einen Berg gesorgt.  :-)
Kurz danach fuhren wir durch den Hafenbereich von Hirtshals. Oben steht ein weißer Leuchtturm,  unten das türkisblau leuchtende Meer. Sehr schön!  Anscheinend ist das Wasser dort teilweise recht flach und mit Sandbänken.
Insgesamt war die Route heute sehr abwechslungsreich und schön. Wir sind wieder ganz viel durch Wälder gefahren. Ich hätte nie gedacht,  dass es in Dänemark so viel Wald gibt!
Nach einer Pause in Hirtshals ging es dann weiter nach Skiveren. Hier haben wir jetzt wieder unser Zelt aufgeschlagen. Den Platz kennen wir von früher mit den Kindern. Von hier aus haben wir damals die Radtour nach Skagen gemacht wo Micha unterwegs den ersten Hinweis auf die Nordsø-Cyklerouter fand. Der Grund warum wir die Tour jetzt machen!

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