Blåvand lag nicht auf der Route des Nordseeküstenradwegs. Also hatten wir wieder mal die Wahl ein gutes Stück zurück fahren oder einen anderen Weg einzuschlagen. Zurück fahren ist eher nicht so unser Ding und so führte uns unser Weg durch militärisches Sperrgebiet. Keine Sorge, wir hatten uns erkundigt, bei geöffneter Schranke dürfen Fahrradfahrer das Gebiet befahren, aber nur die Wege!
Die Schranke war offen und so fuhren wir durch das Sperrgebiet. Dünen, Heide, Wäldchen wie immer, bloß rechts und links immer wieder die Warnschilder den Weg nicht zu verlassen: Explosionsgefahr, Schießübungen, ...
Später fuhren wir durch die Blåbjerg Klitplantage. Dort gibt es die 67 Meter hohe Blabjerg Düne von der man eine gute Aussicht hat. Also sind wir mit unseren voll bepackten Fahrrädern den Berg hoch. Eine ziemliche Ackerei! Aber der Ausblick war wirklich schön. Der letzte Aufstieg war dann über eine Treppe wo Micha und ich auch noch Wettrennen gemacht haben. :-)
Am Fuß der Treppe war ein Rastplatz mit Tisch und Bänken. Dort machten wir erstmal Pause und entdeckten dadurch eine bei den Dänen anscheinend beliebte Freizeitbeschäftigung. Ganze Familien waren dort auf dem Berg mit engen Radklamotten, Helmen und Mountain Bikes unterwegs. Da waren die Großeltern, die Eltern, Jugendliche und aber auch noch kleinere Kinder.
Relativ schnell gelangten wir nach Nymindegab. Von dort waren es über den Radweg noch 26 km nach Hvide Sande. Der Weg führte mitten durch die Dünenlandschaft Bjerregård. Eine wunderschöne Landschaft mit Blick auf das Meer oder den Fjord je nachdem in welche Richtung man guckt. Der Radweg verläuft teilweise auf gekiesten Wegen, teils auf Schotter und entsprechend den Dünen immer rauf und runter. Hat viel Spaß gemacht die Strecke zu fahren undso kamen wir problemlos nach Hvide Sande. Über 60 km von Blåvand bis hier her. Unsere bisher längste Strecke!
Am Abend gab es ein Kilo Krabben! Lecker! :-)
Liebe Marlies,
AntwortenLöschenmit Freude lese ich jeden Tag deinen Bericht über wieder mal
bestandene " Abenteuer ". Man spürt es macht euch Freude mit
dem Rad unterwegs zu sein und auch mal andere Wege zu wagen.
Über die Drehscheibe auf dem Campingplatz hab ich schallend
gelacht - geniale Erfindung!
Besonders freut mich natürlich, daß euch Fano auch so gut gefallen
hat. Nach dem Lesen hatte ich richtig "Fernweh" ! Die Landschaft ist
ja auch richtig traumhaft und um all die leckeren Krabben, die ihr
verspeist, beneide ich euch.
Weiterhin eine möglichst pannenfreie und schöne Tour und ich freu
mich schon auf die nächsten Berichte!!
LG
Gabi