Donnerstag, 20. August 2015

Autobahn am Strand

Heute sind wir erst spät los weil Micha neue Mäntel für sein Rad gekauft und gleich montiert hat. Erst um kurz vor 12 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht.

Erstmal ging es eine Strecke wieder zurück zum Deich und dann wieder weiter am Deich lang. Plötzlich war kein Radweg mehr da und stattdessen eine Baustelle. Die Brücke über einen Fluss wurde neu gebaut und eigentlich war der Weg nicht befahrbar. Eigentlich ...

Wir fragten die Bauarbeiter was wir tun können. Eine Möglichkeit wäre ein weiter Umweg über eine große Straße gewesen. Die andere Möglichkeit war die schmale Behelfsbrücke der Bauarbeiter. Dafür mussten wir erstmal mit den Rädern über einen kleinen Zaun mit Stacheldraht klettern. Anschließend merkten wir aber recht schnell,  dass die Behelfsbrücke nur knapp einen halben Meter breit war. Also mussten wir die Fahrräder entladen und alles auf die andere Seite tragen, sogar die Fahrräder. Dort ging es noch eine steile Böschung hinab und dann konnten wir die Räder wieder beladen und weiter fahren.

Kurze Zeit später kam die Sonne heraus und ich musste wieder an den Drehscheibenplatz denken. Würde er sich jetzt mit einem großen Ruck zur Sonne ausrichten das die Leute auf dem Platz aufpassen mussten nicht herunter zu fallen?  Vermutlich eher nicht aber die Vorstellung fand ich sehr lustig.

Später hatten wir noch ein nettes Gespräch mit einem dänischen Paar das gerade mit dem Fahrrad nach Ribe unterwegs war. Beim Radwandern lernt man immer viele nette Leute kennen!

Kurz vor Esbjerg führte unsere Karte uns in die Irre. Wir hatten wieder die Wahl ein großes Stück zurück zu fahren,  über eine Böschung und ein paar Bahngleise zu klettern oder die daneben liegende Brücke zu überqueren. Die war aber als Schnellstraße deklariert. Aber es war fast kein Verkehr. Also sind wir schnell über die Brücke weil es ja eine Schnellstraße gewesen ist. Überholt hat uns niemand und der einzige entgegen kommende Verkehr war auch ein Radfahrer.  ;-)

Kurz danach landeten wir in Esbjerg und wir setzten mit der Fähre nach Fanø über. Dort ist eine kleine im Hafen liegende Sandbank wo einige Robben die Sonne genossen. Wir wollten nach Rindby Strand und dort auf einen Platz dicht am Meer. Wir fuhren durch Fanø Bad und wollten der Straße weiter folgen. Sie führte durch Dünen direkt auf den Strand. Und dann sahen wir,  dass die Straße einfach direkt auf dem Strand weiter ging. Ein extrem breiter,  mehr als 10 km langer Sandstrand, völlig flach und hart wie Asphalt. Natürlich wurde er auch fleißig befahren. Wir haben sogar eine Bushaltestelle gesehen.

Nach Zelt aufbauen und in die Nordsee hüpfen haben wir mit den jetzt nicht bepackten Fahrrädern noch eine Inselumrundung gemacht. Das waren noch mal ca. 20 km. Die Insel ist toll!  Schöner Strand,  flach abfallend, nette kleine Ferienhäuschen und mitten auf der Insel eine schöne Dünenlandschaft wieder mit viel blühendem Heidekraut und ein kleines Wäldchen. Tolle Insel um wieder zu kommen! Danke Gabi für den tollen Tipp! :-)

Unglaublich aber wahr

Ich bin noch auf dem Campingplatz bei Ribe weil Micha noch zum Fahrradladen wollte um sich neue Mäntel zu kaufen.

Die Zeit habe ich genutzt um mir anzugucken was ich nicht glauben wollte. Es gibt auf diesem Platz Drehscheibenplätze! Dieser Platz richtet sich immer automatisch nach der Sonne aus. Ich habe extra ein Foto gemacht, sonst glaubt mir das ja niemand.  :-)

Mittwoch, 19. August 2015

Der Mond ist schuld ;-)

Heute sind wir bei bedecktem Himmel von Rømø gestartet. Wir mussten als erstes den Damm von der Insel auf das Festland bewältigen. Das bedeutete 10 km Radstreifen direkt an der Straße. Glücklicherweise ist die Straße nicht ganz so stark befahren wie die Hauptstraße auf Sylt! Aber anstrengend war es trotzdem. 

Danach konnten wir auf einen wunderschönen Weg durch Felder und Wiesen abbiegen. Das war viel besser! Ausserdem kam auch die Sonne raus. Wir machten uns auf den Weg nach Mandø, wollten aber noch auf einen Abstecher nach Ribe. 

Unterwegs hatten wir ein sehr nettes Gespräch mit einem anderen Radfahrer. Er fragte nach dem Weg nach Rømø und dann hat er wissen wollen wohin wir unterwegs sind. Er fand es toll,  dass wir nach Skagen wollen. Wir fragten wo er her käme. Er war von Bremen gestartet über Polen und das Baltikum nach Finnland gefahren und dann bis 200 km südlich vom Nordkap. Nun war er auf dem Rückweg und hatte fast 6000 km hinter sich!  :-0

Ribe ist die älteste Stadt Dänemarks und auch wirklich sehr sehenswert mit einem schönen alten Stadtkern. Wir schlenderten ein Weilchen durch die Gassen und machten uns dann auf den Weg nach Mandø. Wir wollten dort auf dem Campingplatz übernachten.  Dafür mussten wir 10 km fast zurück fahren. Um zu der Insel zu gelangen,  sollten Fahrradfahrer einen Traktor-Bus benutzen. Es gibt einen Damm zur Insel,  der aber nur bei Ebbe benutzbar ist. Leider kamen wir mit Beginn der Flut dort an. Also konnten wir nicht auf die Insel und ich war enttäuscht. Ich hatte mich doch sehr auf diese Insel gefreut. Ein anderes Mal! 

Der nächste Campingplatz war in Ribe. Diesmal sind wir wenigstens einen schöneren Weg direkt hinter dem Deich lang gefahren und konnten so wenigstens einen Blick auf Mandø und den im Wasser verschwindenden Damm werfen. Wir fuhren an Schafherden und Kühen vorbei durch eine wunderschöne Schilflandschaft, Wiesen und Felder und wurden von Libellen und Schmetterlingen begleitet. 

Als wir dann auf einer wenig befahrenen Straße landeten hatte Micha auch noch einen Platten. Zum Glück hat er Ersatz-Schläuche dabei!

Dienstag, 18. August 2015

Sylt oder der K (r) ampf mit dem Wind

Gestern sind wir mit der Bahn um 14 Uhr in Westerland gelandet und haben uns dann gleich auf den Weg nach Hörnum gemacht, das südliche Ende von Sylt. Wir hatten die ganze Zeit Gegenwind oder Seitenwind und ab Rantum hat es dann auch noch feste geregnet. Das hat mich aber relativ wenig gestört nach der Hitze in Berlin. Endlich Abkühlung!  :-)

In Hörnum gibt es einen Dünencampingplatz. Der Platz ist auch wirklich schön in den Dünen gelegen und wir hätten mit dem Zelt im nassen Dünensand stehen müssen. Da sind wir dann lieber wieder 10 km zurück gefahren nach Rantum und haben dort auf einem Wiesenplatz übernachtet. Typisch, auch auf dem Rückweg hatten wir natürlich wieder Gegenwind. Auf dem Platz laufen überall Hasen rum und gerade in der Nacht musste ich aufpassen nicht über eins zu stolpern. :-)

Heute früh hat es wieder geregnet. @Pham: dein Zelt wird gleich feste getestet!  ;-)

Glücklicherweise hörte es aber nach dem Frühstück auf und wir sind nach Norden Richtung Ellenbogen gefahren. Der Radweg führte durch eine weite wunderschöne Dünenlandschaft mit ganz viel blühendem Heidekraut. Es hat so gut gerochen! Das war herrlich!

Auch der Ellenbogen (@Sven: Danke für den Tipp! ) war wunderschön und am nordöstlichen Ende konnten wir Kiter beobachten.

Wir sind dann weiter nach List. Auf dem Deich habe ich das Rad sogar eine Weile geschoben weil ich gegen den Wind nicht wirklich ankam und das Gefühl hatte herunter geweht zu werden. In List hatten wir eigentlich vor zu Gosh zu gehen. Als wir im Hafen waren ist Micha gleich zur Fähre um zu gucken wann sie fährt. Sie sollte gerade ablegen und die Nächste wäre erst um 18:30 Uhr gefahren. Da sind wir dann lieber sofort auf die Fähre. Die Frau am Schalter hat extra noch beim Schiff Bescheid gesagt das sie warten sollen. 

Nun sind wir in Lakolk auf Rømø!

Fazit Sylt: wunderschöne Insel die im August wunderbar nach Heidekraut duftet, aber der starke Autoverkehr ist nervig wenn der Radweg parallel verläuft. Zu viele Autos! 

Montag, 17. August 2015

Wir sind dann mal weg ...

Heute ist es nun endlich los gegangen. Wir sitzen, nach einer kurzen Fahrt zum Bahnhof Südkreuz, im Zug nach Sylt.

Unsere Fahrräder sind reichlich bepackt. Zum Glück hat Micha am Samstag noch einen Gepäckträger für vorne für mich gekauft. Fährt sich etwas gewöhnungsbedürftig.

Das einsteigen in den Zug war spannend weil wir die Taschen abmachen sollten. Zum Glück waren schon nette andere Radfahrer im Zug die mit angefasst haben. Dafür haben wir denen dann Hauptbahnhof mit ihrem Kram beim aussteigen geholfen. :-) Da wollten soooo viele Radfahrer rein und alle mit Gepäck - zum Glück waren wir schon drin! Das wurde ganz schön knapp mit der Zeit.

Freitag, 17. Juli 2015

Samstag, 11. Juli 2015

Noch immer über ein Monat bis zum Start! :-)

Hallo an alle die anfangen diesen Blog zu lesen!

Bisher habe ich die URL zu diesem Blog noch nicht groß weiter gegeben, weil es ja IMMER noch über einen Monat hin ist bis zum Start unserer Reise, unglaublicherweise. Das ist also noch etwas verfrüht, weil ich ja noch gar nicht wirklich etwas posten kann.

ABER, wenn ich die URL weiter gebe und ihr das hier lest: ich freue mich sehr über eure Kommentare. Ich schreibe den Blog natürlich auch für mich, damit ich mich später immer wieder zurück erinnern kann, wie bei einem Tagebuch. Aber es ist noch viel toller, wenn ihr die Seiten durch eure Kommentare mit Leben erfüllt! :-)