Heute sind wir erst spät los weil Micha neue Mäntel für sein Rad gekauft und gleich montiert hat. Erst um kurz vor 12 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht.
Erstmal ging es eine Strecke wieder zurück zum Deich und dann wieder weiter am Deich lang. Plötzlich war kein Radweg mehr da und stattdessen eine Baustelle. Die Brücke über einen Fluss wurde neu gebaut und eigentlich war der Weg nicht befahrbar. Eigentlich ...
Wir fragten die Bauarbeiter was wir tun können. Eine Möglichkeit wäre ein weiter Umweg über eine große Straße gewesen. Die andere Möglichkeit war die schmale Behelfsbrücke der Bauarbeiter. Dafür mussten wir erstmal mit den Rädern über einen kleinen Zaun mit Stacheldraht klettern. Anschließend merkten wir aber recht schnell, dass die Behelfsbrücke nur knapp einen halben Meter breit war. Also mussten wir die Fahrräder entladen und alles auf die andere Seite tragen, sogar die Fahrräder. Dort ging es noch eine steile Böschung hinab und dann konnten wir die Räder wieder beladen und weiter fahren.
Kurze Zeit später kam die Sonne heraus und ich musste wieder an den Drehscheibenplatz denken. Würde er sich jetzt mit einem großen Ruck zur Sonne ausrichten das die Leute auf dem Platz aufpassen mussten nicht herunter zu fallen? Vermutlich eher nicht aber die Vorstellung fand ich sehr lustig.
Später hatten wir noch ein nettes Gespräch mit einem dänischen Paar das gerade mit dem Fahrrad nach Ribe unterwegs war. Beim Radwandern lernt man immer viele nette Leute kennen!
Kurz vor Esbjerg führte unsere Karte uns in die Irre. Wir hatten wieder die Wahl ein großes Stück zurück zu fahren, über eine Böschung und ein paar Bahngleise zu klettern oder die daneben liegende Brücke zu überqueren. Die war aber als Schnellstraße deklariert. Aber es war fast kein Verkehr. Also sind wir schnell über die Brücke weil es ja eine Schnellstraße gewesen ist. Überholt hat uns niemand und der einzige entgegen kommende Verkehr war auch ein Radfahrer. ;-)
Kurz danach landeten wir in Esbjerg und wir setzten mit der Fähre nach Fanø über. Dort ist eine kleine im Hafen liegende Sandbank wo einige Robben die Sonne genossen. Wir wollten nach Rindby Strand und dort auf einen Platz dicht am Meer. Wir fuhren durch Fanø Bad und wollten der Straße weiter folgen. Sie führte durch Dünen direkt auf den Strand. Und dann sahen wir, dass die Straße einfach direkt auf dem Strand weiter ging. Ein extrem breiter, mehr als 10 km langer Sandstrand, völlig flach und hart wie Asphalt. Natürlich wurde er auch fleißig befahren. Wir haben sogar eine Bushaltestelle gesehen.
Nach Zelt aufbauen und in die Nordsee hüpfen haben wir mit den jetzt nicht bepackten Fahrrädern noch eine Inselumrundung gemacht. Das waren noch mal ca. 20 km. Die Insel ist toll! Schöner Strand, flach abfallend, nette kleine Ferienhäuschen und mitten auf der Insel eine schöne Dünenlandschaft wieder mit viel blühendem Heidekraut und ein kleines Wäldchen. Tolle Insel um wieder zu kommen! Danke Gabi für den tollen Tipp! :-)